
Stefan Klein von der
Süddeutschen bringt es auf den Punkt. Als Norddeutschem fallen mir spontan die Fische ein! Es beginnt wie ein
Nachruf. Steigert sich dann in eine unterschwellige Kritik, um mit einem gezielten Versuch die Person und ihr
Wirken zu beschreiben um die es geht:
Ferdinand Piëch und die Leidenschaft für Macht und Motoren.
Ich gebe die mich mich wichtigen Teile gerne wieder:
Stahlblaue Augen und ein messerscharfer Führungsstil: Wie der Porsche-Enkel im VW-Konzern herrscht - und nicht mehr teilen möchte.
zum Weltkonzern gewordene Autofabrik wieder in den Griff der Familie zu bringen scheint,
Gerade im Informationszeitalter lesen wir ja viel und vor allem diagonal:
Eine Geschichte des Machtstrebens
... eine Geschichte, ... der Maßlosigkeit ... von Unerbittlichkeit, ...Kälte, der Härte, der Besessenheit und, natürlich, von dem unbedingten Willen, alles dem eigenen Machtstreben unterzuordnen.
Ferdinand Piëch hat sich für diese Geschichte nicht sprechen lassen, viele, die er als Opfer am Wegesrand zurückgelassen hat, wollten ebenfalls nicht reden. Einer sagte, er habe nach dem Rausschmiss so lange gebraucht, seinen Seelenfrieden wieder zu finden, den wolle er nicht gefährden. Wer redete, tat dies, bis auf wenige Ausnahmen, unter der Bedingung, dass er nicht namentlich zitiert wird.
Wauh, das ist auf den Punkt gebracht. So wundert das Verhalten der anderen nicht mehr!
"Unter Piëch regierte das Messer"
Daher brauchen sich Mobber auch nicht um Ihrem Arbeitsplatz oder andere
Dinge zu sorgen! Hat also
Claus Hohmann nur
umgesetzt was sein Leitbild ihm vorgab?
Der Chef stach freilich nie selber, das ließ er andere machen, die genau wussten, wenn einer fällig war. Es reichte eine beiläufige Bemerkung Piëchs, etwa von der Art: "Den brauchen wir da eigentlich nicht." So endeten Karrieren.
Wie wahr! Die der
Mobbing-Opfer zum Beispiel.
Aber der tapfere Herr Klein (so wird er nie eingeladen, aber ev. gibts ja nen Porsche

)
setzt noch weiter nach:
Wer nicht für Piëch war, ... wurde beseitigt... Mit Druck Angst erzeugen, mit Befehlen Gehorsam erzwingen, mit Brutalität Widerstände brechen, das war der Stil, und dagegen kam keiner an. Piëch konnte es sich leisten, er besaß die Unabhängigkeit des mehrfachen Milliardärs.
Das liest sich doch wie aus dem Leitfaden für Führungskräfte bei Volkswagen. Da wundert es doch sicher keinen mehr.
Alle großen und kleinen Manager waren angetreten, und wenn es vielleicht auch nicht so aussah, innerlich standen sie gewiss stramm.
Es ist zum Piepen, genau so verhalten sich die Manager in der
Autostadt wenn
cho losbrüllt:
"Ich will, ich will und ich will...."
Hallelujah, hallelujah, luja sag i...
Piëch kam zurück ... und ging. Wortlos, grußlos, kein lobendes Wort ... leise, böse, verächtlich. dazu aufgerufen fühlte, "den Laden richtig umzupflügen" und "rasch eine andere Kultur"
"Es ist nicht möglich", schreibt er da, "eine Firma immer auf der höchsten Harmoniestufe an die Spitze zu bringen." Das Maximum sei nur erreichbar, wenn man bis an die "menschliche Grenze des Erreichbaren" gehe.
"Sie", hatte er zu dem gesagt und dabei die unterste Harmoniestufe eingeschaltet, "Sie werden bei mir nicht Vorstand, weil sich die Leute bei Ihnen wohl fühlen." .... Angst und Verunsicherung ... hätten zu angepasstem Verhalten geführt, hätten Kreativität und Eigeninitiative verkümmern und Widerspruch verstummen lassen. "Eine Generation von Eunuchen" sei da herangezüchtet worden.
Wauh. Herr Sefan Klein. Wauh.
Meine Hochachtung. Genau das ist das Problem des Konzerns! Und wer nicht mitspielt wird gnadenlos, rücksichtslos und unter Schweigen der
Gewerkschaft, der
Politiker fertiggemacht!
Wo bleibt die restliche Presse, das Fernsehen, das Ausland....?
Dass speziell die Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat so brav mitgezogen hat,... dass in der Ära Piëch die Betriebsräte... reichlich verwöhnt worden sind. Die Kosten für Luxusreisen und Bordellbesuche übernahm der Konzern.
Nun ja, das mit der
Staatsanwaltschaft is eher ein frommer Wunsch. Ohne Brille geht da nicht gescheites.
wird von der Staatsanwaltschaft aufgearbeitet.... dass er wirklich ahnungslos war, wird von vielen bezweifelt.... in seinem Haus etwas aufziehen lassen, das einem klassischen Geheimdienst mit Spitzeln und Zuträgern ziemlich nahe kam
... nur in einem Telefongespräch erwähnt hatte ... die Leute hätten "alle die Hosen voll" gehabt.
Was ist mit den Krawatten? Nun ja man kann nicht alles in einem Bericht schaffen.
In Wolfsburg hat Piëch errichten lassen, was sich Autostadt nennt und in Wahrheit ein Denkmal ist für ihren Initiator. Die einzelnen Marken des Konzerns stellen sich dort dar, es gibt gläserne Türme mit den abholbereiten Wagen, es gibt Raum für Konzerte und Lesungen, und es gibt auch ein Museum. ZeitHaus sagen sie dazu.
Zur Autostadt gibt es einen netten Bericht beim
NDR.
Da könnte man auf den Gedanken kommen.... alles hat System.
Nachtrag vom 19.12.06:
Ich sitze hier und warte auf den Bericht von der
heutigen Verhandlung und surfe so durch die Gegend. Finde
dies und muss es euch zur Kenntnis bringen herrlich!
Ach, übrigens, mit D. G. verließ wohl der letzte anständige Manager die VW AG?
sorry, ist das eine Knobelaufgabe? Welches Wort passt nicht in diese Kette?
"Volkswagen", "Manager" oder "die"?