Ein Video das einfach dazu gehört! Die Anfänge der Aufdeckung der VW-Affäre. Ansehen, denken und Bild dir deine Meinung! Hier wurden Aufklärer verfolgt anstatt reinen Tisch zu machen. Wer hat den Unrat bei VW zu verantworten? Warum geschieht nichts zur Entschädigung der Opfer?
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Freitag, 7. Dezember 2007
Bild war dabei - Wahrheit oder Dichtung
Schon 2003 wurden Missstände angeprangert
Was sagen Sie zu diesem Brief, Herr Piëch?
Von Carsten LEPTHIEN und Dieter SCHLÜTER
Auszug des Briefes vom April 2003 an Piëch
Hamburg – Ist das die Wende im VW-Prozess um Sexpartys und Lustreisen, mit denen die Gunst des Betriebsrates erkauft werden sollte?
Ferdinand Piëch ist im VW-Prozess als Zeuge geladen.
War VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch doch über dubiose Sonderkonten und Vergünstigungen für die Arbeitnehmervertreter informiert?
Bisher hat Piëch stets bestritten, vor der Aufdeckung der Affäre im Jahr 2005 etwas von den skandalösen Vorgängen gewusst zu haben. Doch jetzt liegt BILD ein Brief an den mächtigen Autoboss vom 2. April 2003 vor, in dem die Missstände in seinem Unternehmen detailliert beschrieben werden.
Das brisante Schreiben ist direkt an Piëch gerichtet, trägt den Eingangsstempel der Revision (11. April 2003) und wurde von Holger Sprenger verfasst, früher stellvertretender Abteilungsleiter des VW-Werks Kassel.
In dem Brief schreibt er an Piëch: „Ich weiß nicht, was hier alles vertuscht werden soll und warum der Vorstand, dem diese Dinge bekannt sind, nicht handelt. Aber ich weiß, dass hier Millionen für zweifelhafte Arrangements ausgegeben werden.“
Sprenger schreibt weiter: „Mittlerweile liegen mir Belege über Luxusreisen, Reisen von Betriebsräten, Aufsichtsräten, Politikern, kostspielige Hubschrauberflüge und Privatrechnungen von Managern, die über Volkswagen abgerechnet wurden, vor.“
Holger Sprenger, der rund 25 Jahre für VW arbeitete, zu BILD: „Diesen Brief habe ich im April 2003 Herrn Piëch persönlich geschickt.“
Rechtsanwalt Wolfgang Kubicki will den Brief am nächsten Prozesstag (18. Dezember) den Richtern vorlegen. Er vertritt Klaus-Joachim Gebauer, der als Drahtzieher vor allem für das erotische Wohlergehen der Betriebsräte sorgte und sich wegen Anstiftung zur Untreue verantworten muss.
Kubicki zu BILD: „Ich werde die Verlesung des Briefes als Beweisantrag einführen. Aus dem Schreiben ergibt sich, dass Herr Sprenger sich mit entsprechenden Hinweisen bereits 2003 an Herrn Piëch gewandt hat. Es gab für Herrn Piëch deshalb damals Anlass, sich damit zu beschäftigen – wenn er es denn gewollt hätte.“
Bei einer Zeugenvernehmung der Staatsanwaltschaft Braunschweig gab er vergangenes Jahr zu Protokoll, von sachwidrigen Ausgaben keine Kenntnis gehabt zu haben.
Auf BILD-Anfrage ließ Ferdinand Piëch durch VW-Sprecher Stefan Ohletz ausrichten: „Die Vorwürfe des Herrn S. stehen in keinem Zusammenhang mit denjenigen Reisen, die heute Gegenstand des beim Landgericht Braunschweig anhängigen Strafverfahrens sind. Sie sind seit Jahren bekannt. Sie wurden von der Revision aufgegriffen und untersucht. Die Überprüfungen bestätigten die Vorwürfe nicht.“
Halle-Lu-Ja werden da viele denken. Holger Sprenger bringt noch mehr Dampf in die Geschichte. Für einige Herren wird es nun nicht mehr sooo kuschlig. Ist Holger Sprenger der 3. Mann? Viele Fragen bleiben offen . Noch! Woher hat Selenz wirklich den Stoff der zum Buch führte. Man munkelt es sei ein Deal mit eben diesem Holger Sprenger gewesen. Glaub ich nicht!



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